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Katholische Kirche St. Walburga, Overath

Hauptstraße
51491 Overath

Die Katholische Kirche St. Walburga in Overath liegt im Ortszentrum an der Ecke Hauptstraße/Ferrenberg. Außerhalb der Gottesdienstzeiten ist der Eingang der alten Kirche für Sie zum Gebet geöffnet. Leider ist der Zugang nur bis zur Gittertüre möglich. Rechts hinter der Eingangstüre finden Sie den Pilgerstempel von St. Walburga, Overath.

Kircheneigene Parkmöglichkeiten finden Sie an der Straße Ferrenberg sowie auf dem Kolpingplatz vor dem Walburgahaus. Öffentliche Parkplätze (Parkscheibe) stehen Ihnen an der Hauptstraße und auf dem Steinhofplatz zur Verfügung.

Der alte Friedhof in Overath ist nördlich der Kirche an der Straße Ferrenberg gelegen. Der Friedhof Rappenhohn liegt an der Rappenhohner Straße am Übergang zur Straße Ferrenberg.

Blitzlicht

Heilige Messen

Sonntags, 9.30 Uhr
Mittwoch, 8.00 Uhr
Donnerstag, 19.00 Uhr (Hl. Messe)
Freitag, 8.00 Uhr (Schulgottesdienst)

Ansprechpartner Kirchenvorstand
über Pastoralbüro Overath

Ansprechpartner Ortsausschuss
über Pastoralbüro Overath

Katholischer Kindergarten
Telefon: 02206 / 911683
E-Mail: kita-st.walburga@t-online.de
Webseite

Gruppen
Messdiener
Kirchenchor
Junger Chor / Link auf Facebook
Katholische Stadtbücherei
Kolping

Unsere Pfarrei St. Walburga im Ortsteil Overath

Kirche St. Walburga

Lage und Größe von Overath
Overath ist ein Ort Im Rheinisch-Bergischen Kreis im Süden von Nordrhein-Westfalen. Er liegt etwa 25 Kilometer östlich von Köln im Aggertal im Bergischen Land. Der Ort hat 7200 Einwohner von denen 48 % Prozent katholischen Glaubens sind.
 
Geschichte
Die erste Siedlung entstand im 8. Jh. n.Chr. Es waren fränkische Siedler, die damals in mühsamer Arbeit in der fruchtbaren Aue der Agger Bäume und Sträucher rodeten und Gehöfte bauten. Der Ort wurde nach der Auenrodung (Ouwerode) schließlich Overath genannt.
 
Um 1064 wurde das Land beidseitig der Agger und eine Kirche in Overath vom Erzbischof von Köln, dem hl. Anno II., der Benedektinerabtei Siegburg geschenkt.
 
1256 gründeten die Siegburger Benedektinermönche in der Nähe von Overath die Probstei St. Cyriax. Die dort lebenden Mönche versahen in der overather Kirche nahezu 200 Jahre die Gottesdienste und die Seelsorge.
 
Im Jahre 1363 wird Overath an die Grafen von Berg übertragen und gehört nun zum Herzogtum Berg. Der Herzog verfügte 1544, dass die Mönche (Ordensgeistliche) durch Weltgeistliche, also Geistliche, die nicht in einem Kloster leben, abgelöst wurden. So ist es bis heute geblieben.

Das Kirchengebäude

Die erste Kirche war ein Gebäude aus Holzfachwerk und stand auf einer früheren heidnischen Opferstätte. Sie wurde der heiligen Walburga geweiht, nachdem der Kölner Erzbischof Anno II der Kirchengemeinde einer Reliquie der heiligen Walburga geschenkt hatte.
 
Nachdem die Fachwerkkirche durch einen Brand zerstört worden war, ließ der Abt von Siegburg, Cuno I. um 1274 an gleicher Stelle eine steinerne Kirche errichten, die bis heute erhalten ist.
 
Es ist ein einfacher, formschöner Bau mit einer klaren Gliede­rung und ausgewogenen Proportionen. Die Mauern aus Grau­wacke geben der Kirche eine kräftige und wuchtige Erschei­nung. Der Innenraum der Kirche ist durch Säulen geteilt.
 
Die Sakristei wird im 14. Jahrhundert angefügt. Im Jahr 1953 wird die Kirche um einen modernen Kirchenraum erweitert.
 
Der Kirchturm ist 60 m hoch. Sein Geläute enthält heute noch zwei historische Glocken: die Messschelle (1541) und die Walburgaglocke (1752).

St. Walburga

Die Geschichte der Heiligen Walburga

Die Namenspatronin der Pfarrgemeinde Overath ist die Heilige Walburga. Eine Statue der Heiligen ist in der Kirche zu sehen.
 
Walburga wurde um 710 als Kind wohlhabender Eltern in Devon (Wessex) geboren. Sie hatte mehrere Geschwister. Ab ihrem 11. Lebensjahr lebte sie im Kloster von Wimborne (England), in dem sie eine gute Bildung erhielt und für die Mission vorbereitet wurde. - Ihr Onkel und zwei ihrer Brüder missionierten bereits im päpstlichen Auftrag in Süddeutschland, einem Teil des damaligen Frankenlandes. Zwischen 740 und 750 rief ihr Onkel Bonifatius Walburga in die germanische Mission. Sie wurde zu­nächst Nonne in einem Kloster in Süddeutschland. Nach dem Tod ihres Bruders Wunibald 761 übernahm sie die Leitung des von ihm gegründeten Männerklosters Heidenheim, dem wenig später auch ein Frauenkloster hinzugefügt wurde. Durch die Leitung dieses für die Mission wichtigen Doppelklosters wurde Walburga zu einer der bedeutendsten Frauen des christlichen Europas.
 
Als gebildete Frau besaß Walburga auch heilkundliche Kenntnisse. So ist überliefert, dass sie viele Kranke heilte. Ihr wurden auch mehrerer Wunder zugesprochen, unter anderem soll sie ein Kind mit drei Ähren vor dem Verhungern gerettet haben.
 
Walburga starb wahrscheinlich am 25. Februar 779 im Alter von etwa 70 Jahren. Sie wurde in der Klosterkirche zu Heidenheim beigesetzt. Später, vermutlich 870, wurden ihre Gebeine nach Eichstätt gebracht. In dem Jahr ihrer Umbettung wurde Walburga am 1. Mai durch Papst Hadrian II. heiliggesprochen. 894 bis 899 schriebt Wolfhard von Herrieden ihre Lebens­ge­schichte (Miracula S. Walburgis) auf. 1042 setzte man ihre Gebeine schließlich in einem steinernen Sarg unter dem Hochaltar der neuen Kirche St. Walburg in Eichstätt bei, wo sie noch heute ruhen. In den Folgejahren entstand um Walburga ein Reliquien-Kult, der vom Benediktinerorden und Bischöfen zur Festigung des christlichen Glaubens gefördert wurde. Einen Höhepunkt erreichte der Walburga-Kult im 11. Jahrhundert unter dem Kölner Erzbischof Anno II., der auch die Kirche in Overath mit einer Walburga-Reliquie ausstattete.
 
Zum Walburgakult trug auch das Walburgis-Öl bei, eine kristallhelle, farb-, geschmack- und geruchlose Flüssigkeit, die sich seit 1042 unter dem Sargstein in Eichstätt bildet. Bis heute wird das Walburgis-Öl von Ordensfrauen in Fläschchen abgefüllt, die von Pilgern erworben werden können. Es dient zur Linderung von Augenleiden und andere Krankheiten. Die Gläubigen, die zur wundertätigen Wirkung dieses Gnadenöls Zuflucht nehmen, müssen jedoch zwei Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen im Stand der Gnade sein und sie müssen nach einem gottgefälligen Lebens­wandel streben. - Die Statue in unserer Kirche, zeigt daher die heilige Walburga mit einem Fläschchen Walburgis-Öl.
 
Im Spätmittelalter, im 14. – 15. Jahrhundert, litten die Menschen in Deutschland unter Seuchen und Hunger. In ihrer Not wendeten sie sich an die heilige Walburga. Bis heute gilt sie daher als Schutzheilige gegen Krankheiten, Seuchen, Hungersnot und Missernte.
 
Walburga ist eine Schlüsselfigur der christlichen Frühzeit im Frankenreich. Zusammen mit Ihrem Onkel und ihren Brüdern hat sie das Christentum in unsere Region gebracht. Mit ihrem großen Gottvertrauen und der Liebe zu den Menschen ist sie ein Vorbild im Glauben und Leben und wird bis heute besonders in West- und Mitteleuropa verehrt.
 
Die Katholiken gedenken der Heiligen Walburga an ihrem Todestag, dem 25. Februar.